Die Wühlmaus

Veröffentlicht von Julia Lock am

Was ist eine Wühlmaus?

WühlmausEine Wühlmaus ist eine eigene Unterart, die sowohl tag- als auch nachtaktiv ist. Da sie ein unterirdisches, verzweigtes Gangsystem anlegt und dabei in der Erde wühlt und Erdhaufen aufwirft, hat sie ihren Namen Wühlmaus bekommen. Sie wird aber auch Schermaus, Wollmaus, oder Erdmaus genannt.

Ein Wühlmausweibchen bringt pro Jahr ca. 3 bis 4 Würfe zur Welt mit insgesamt bis zu 25 Jungtieren. Hier ist schnell klar, warum man oft von einer Wühlmausplage spricht und Maßnahmen ergreifen sollte, bevor die Population im heimischen Garten überhandnimmt. Zwischen März und Oktober ist die Zeit, in der sich die Wühlmäuse fortpflanzen.

Wie sieht eine Wühlmaus aus?

WühlmausWühlmäuse werden zwischen 7 und 23 cm groß und wiegen zwischen 80g und 200g. Ihre Fellfarbe variiert von graubraun bis rotbraun und manchmal ist sie auch schwarz. Ihr Schwanz ist etwas kürzer als die Hälfte ihres gedrungenen Körpers. Ihr Kopf ist im Vergleich sehr groß und durch den im Vergleich kurzen Schwanz, unterscheidet sie sich optisch deutlich von der Hausmaus. Insgesamt gibt es ca. 150 verschiedene Wühlmaus Arten, die weit verbreitet sind.

Wie alt wird eine Wühlmaus?

Die Wühlmaus wird nur ca. 2 Jahre alt. Da sie in dieser Zeit, aber für bis zu 50 Nachkommen sorgt und nur wenige natürliche Feinde hat, sind Wühlmäuse keine vom Aussterben gefährdete Art.

Was frisst die Wühlmaus?

Die Wühlmaus ist Vegetarierin und frisst mit Vorliebe Pflanzenwurzeln. Sie ist allerdings kein Allesfresser, sondern durch aus wählerisch. Zu ihren Vorlieben gehören Möhren, Sellerie, Tulpenzwiebeln und zarte Wurzelrinde von Rosen und Obstbäumen.

Das die Pflanzen im Garten von Wühlmäusen angefressen wurden, merkt man meist erst, wenn Rosen, Obstbäume, Gemüsepflanzen plötzlich ohne Grund welken und sogar umkippen.

Hält die Wühlmaus Winterschlaf?

Nein, die Wühlmaus ist das ganze Jahr über aktiv. Und nicht nur das, sie ist auch nahezu den gesamten Tag über aktiv.

Wo lebt die Wühlmaus?

Die Wühlmaus lebt bei uns in Europa genauso gerne wie in Nordamerika oder Asien. Sie bevorzugt leichte bis mittelschwere Böden, um ihr Gangsystem anlegen zu können.

Warum wir die Wühlmaus nicht in unserem Garten wollen

Erdhügel WühlmausBeim Anlegen ihrer Gänge dem Wühlen, von dem die Wühlmaus auch ihren Namen hat, wirft sie längliche, flache Erdhaufen auf, die man leicht mit denen eines Maulwurfs verwechseln kann.

Wühlmäuse nagen gerne alles an und hinterlassen Schäden, vorzugsweise an Wurzelgemüsen, Stauden, Kartoffeln, Obstbäumen und anderen Nutzpflanzen.

Steht die Wühlmaus unter Naturschutz?

Nein, im Gegensatz zum Maulwurf ist die Wühlmaus kein Nützling für den Garten und steht dadurch nicht unter Naturschutz laut der Bundesnaturschutzverordnung und darf bekämpft werden. Das heißt, dass die Wühlmaus unter bestimmten Bedingungen verjagt, gefangen und auch getötet werden darf. Die zulässigen Maßnahmen werden unter § 4 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes (TierSchG) beschrieben und geregelt.

Wie bekämpft man eine Wühlmaus?

Der natürliche Feind der Wühlmaus ist der Fuchs. Da wir diesen aber eher seltener in unseren Gärten finden, kann man die Wühlmaus vergasen, vergiften oder mit einer Mausefalle bekämpfen. Lest hierzu auch meine Artikel zum Thema „Wühlmausbekämpfung“, „Wühlmausfallen“ oder „Giftköder und Wühlmausgas“.

Aber es gibt auch tierfreundliche Methoden, die die Wühlmäuse einfach vertreiben sollen. Spezielle Abwehrpflanzen, Lärm oder ein einfacher Wurzelschutz für die Pflanzen. Denn wenn die Wühlmaus nichts zu fressen findet, wird sie in den meisten Fällen weiterziehen. Alternative Vertreibungsmethoden stelle ich euch hier vor.

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Kategorien: Wühlmaus

Julia Lock

Marketing-Spezialistin | Bloggerin | Hobby-Fotografin | Weltenbummlerin | maulwurf- und wühlmausgeplagte Gartenbesitzerin | seit 2 Jahren erfolgreich Maulwurf und Wühlmaus frei