Verwühlprobe

Veröffentlicht von Julia Lock am

Maulwurf oder Wühlmaus?

Ihr habt einen Erdhaufen oder auch mehrere in eurem Garten entdeckt und euer Gedanke ist als erstes, da war ein Maulwurf am Werk. Dann entdeckt ihr noch abgestorbene Pflanzen und kommt ins Grübeln, ob es nicht doch eine Wühlmaus war. Bevor ihr entsprechende Maßnahmen ergreifen solltet und könnt, müsst ihr sicher sein, ob ihr Besuch von einem Maulwurf oder einer Wühlmaus habt. Denn der Maulwurf steht unter Naturschutz und darf auch nur anders vertrieben werden als die Wühlmaus.

Da der Nager sich euch aber partout nicht zeigen will, stellt sich die Frage, wie ihr rausfinden könnt, ob es sich um einen Maulwurf oder eine Wühlmaus handelt. Kein Problem, dafür gibt es eine Lösung. Zum einem unterscheiden sich die Erdhaufen und zum anderem könnt ihr mit der sogenannten Verwühlprobe ganz auf Nummer sicher gehen.

Erdhaufen von Maulwurf und Wühlmaus

Die Hügel von Maulwurf und Wühlmaus unterscheiden sich, wenn auf den ersten Blick auch nur schwer erkennbar. Der Erdhaufen einer Wühlmaus ist länglicher und flacher als der Maulwurfshügel, der rundlicher und deutlich höher ist. Zudem sind die Erdhaufen der Wühlmaus oftmals auch durch Gras, Wurzeln und Pflanzenreste durchzogen.

Die Tunneleingänge der Wühlmäuse sitzen zudem eher seitlich und nicht exakt in der Mitte, wie beim Maulwurfshügel.

Der Maulwurf produziert seine Hügel eher im Chaos-System. Die Erdhaufen der Wühlmaus dagegen sind oftmals in einem gleichmäßigen Abstand angeordnet. Manchmal beobachtet man auch, dass die Erdhaufen der Wühlmaus wie in einer Reihe angelegt sind. Das liegt daran, dass die Wühlmaus im Gegensatz zum Maulwurf ein sehr gerades und akkurates Gangsystem anlegt, was dicht unter der Oberfläche liegt.

Anleitung Verwühlprobe

Um rauszufinden, ob es sich bei den Erdhaufen sich um eine Wühlmaus und nicht um einen Maulwurf, der unter Naturschutz steht, handelt, wendet man die sogenannte Verwühlprobe an. Hierzu tastet man den Boden neben den Erdhügeln kreisförmig mit einem Wühlmausstab ab, um den Gang der Wühlmaus zu finden. Bei einem Wühlmausstab handelt es sich um dünne Stäbe aus Metall oder sonstigen stabilen Materialien. Ihr könnt hier Pflanzstöcker aus Metall oder Bambusstöcker verwenden, je nachdem, was ihr bei euch so findet. Ob man einen Gang gefunden hat, merkt man daran, dass der Wühlmausstab ruckartig im Boden versinkt.

Nun legt ihr an genau dieser Stelle den Gang am besten mit einem Spaten frei und legt eine zweite Öffnung des Gangs nach einer Länge von ca. 20 bis 30 cm frei. Säubert die beiden Öffnungen vorsichtig von loser Erde und steckt in beide Öffnungen jeweils eine Möhre. Markiert euch die Bereiche z.B. mit einem Holzstab.

Handelt es sich um den Gang einer Wühlmaus, wird die Möhre schon nach kurzer Zeit angenagt sein und in der Regel innerhalb von 24 Stunden wieder verwühlt also verschlossen sein. Ein Maulwurf wird die Möhre nicht interessieren und er wird sein geöffnetes Gangsystem offen lassen und einfach einen zweiten Gang meist darunter anlegen, was man unterwühlen nennt.

Gefällt dir dieser Beitrag?
[Insgesamt: 5 Average: 5]
Kategorien: Wissenswertes

Julia Lock

Marketing-Spezialistin | Bloggerin | Hobby-Fotografin | Weltenbummlerin | maulwurf- und wühlmausgeplagte Gartenbesitzerin | seit 2 Jahren erfolgreich Maulwurf und Wühlmaus frei

6 Kommentare

Wühlmausbekämpfung – nager-hilfe.de · 5. August 2018 um 13:32

[…] Verwühlprobe […]

Wühlmausfallen – nager-hilfe.de · 5. August 2018 um 13:35

[…] Verwühlprobe […]

Der Maulwurf – nager-hilfe.de · 5. August 2018 um 22:02

[…] Verwühlprobe […]

Wühlmaus Schussfalle – nager-hilfe.de · 21. Oktober 2018 um 22:54

[…] Verwühlprobe […]

Wühlmaus TOPCAT-Falle – nager-hilfe.de · 26. Oktober 2018 um 22:44

[…] Verwühlprobe […]

Wühlmaus Zangenfalle – nager-hilfe.de · 8. November 2018 um 21:42

[…] Verwühlprobe […]

Die Kommentarfunktion ist deaktiviert.