Erfahrungsbericht Maulwurf vertreiben – Teil 1

Veröffentlicht von Julia Lock am

Besuch vom Maulwurf

Maulwurfshügel

Als unser Garten von einem Maulwurf heimgesucht wurde, war der Schock groß. Nachdem wir zwei Sommer im Garten geschuftet hattet, um ihn so anzulegen, dass er unserer Wunschvorstellung entsprach, wollten wir nun im dritten Sommer unseren Garten einfach genießen. Am Tag vorher war alles noch wunderschön. Als ich dann einen Morgen im Spätsommer morgens mit unserem Hund in den Garten ging, staunten wir beide nicht schlecht über einen dicken großen Maulwurfshügel mitten auf dem Rasen. Ich musste erst einmal tief Luft holen, denn bei genauer Betrachtung, war es nicht nur ein Maulwurfshügel sondern insgesamt verteilten sich 17 Erdhaufen auf unserem Grundstück. Der Maulwurf war also extrem fleißig in dieser Nacht gewesen.

War es wirklich ein Maulwurf?

Kaum drinnen googlete ich erst mal wie ich den Maulwurf wieder los werde und kam ziemlich schnell darauf, dass es sich vielleicht auch um eine Wühlmaus handeln könnte. Also untersuchte ich die Erdhaufen erst einmal genauer. Für mein Gefühl sahen sie schon sehr rund aus und waren wirklich groß und die Anordnung kam mir auch eher recht chaotisch vor, was für einen Maulwurf sprechen würde. Aber zugegeben, ohne direkten Vergleich und ich war zu dem Zeitpunkt absoluter Laie auf dem Gebiet, war das wirklich schwierig zu beurteilen. Tote Pflanzen mit abgeknabberten Wurzeln hatte ich auch nicht bemerkt. Ich bin aber ein großer Tierfreund und unterstütze es sehr, dass der Maulwurf unter Naturschutz steht. Ich wollte ihn auch nicht töten, sondern er sollte einfach nur über die andere Straßenseite weiterziehen, wo ein kleines Wäldchen direkt vor unserer Haustür liegt, was für ihn doch die schönere Umgebung wäre. Aber wie konnte ich wirklich sicher sein, dass es sich um einen Maulwurf handelt und nicht vielleicht doch um eine Wühlmaus?

Naiv wie ich war, hab ich versucht einen Erdhaufen „auszuheben“ und dachte wohl, dann würde ich vielleicht eine Wühlmaus entdecken. Ich muss euch wohl nicht erzählen, dass das nicht funktioniert hat, oder?

Nach weiteren Recherchen stieß ich dann auf eine Methode, mit der man herausfinden könnte, ob es sich nun um einen Maulwurf oder eine Wühlmaus handeln würde, die uns da in unserem Garten besucht. Die Methode nennt sich Verwühlprobe. Wie genau die Verwühlprobe funktioniert, habe ich euch im Artikel „Verwühlprobe“ einmal genauer beschrieben, den ich euch hier verlinke.

Zum Artikel Verwühlprobe

Ergebnis der Verwühlprobe

Also machte ich mich ans Werk. Möhren als Köder hatte ich noch im Haus und als Wühlmausstab diente mir eine alte Rankstange, mit der ich die Tomatenpflanzen im letzten Sommer gestützt hatte. Ich brauchte allerdings den ein oder anderen Versuch den Gang auszumachen. Also nicht verzweifeln, wenn es euch auch so geht. Nach einigem gestochere, hatte ich dann einen Gang ausgemacht. Den Gang freizulegen war dann auch nicht so ganz einfach, oder ich hab mich einfach zu blöd angestellt, jedenfalls brauchte ich auch hier einen zweiten Anlauf.

Als ich es dann endlich geschafft hatte, blieb mir ja nun nichts anderes übrig als bis zum nächsten Tag zu warten.

Ich war immer noch so wütend und frustriert, wie verwüstet unser Garten nach nur einer einzigen Nacht aussah, dass Geduld in diesem Moment zugegebenermaßen nicht gerade meine Stärke war. Also nutze ich die Zeit und recherchierte sowohl zum Thema Maulwurf als auch Wühlmaus vertreiben. Ich wollte gewappnet sein.

Meine frustrierende Recherche ist übrigens einer meiner Beweggründe für diese Webseite.

Maulwurf

Am nächsten Morgen hatte ich dann die Gewissheit, bei dem Besucher in unserem Garten handelte es sich um einen Maulwurf. Auf der einen Seite freute ich mich darüber, denn eine sich schnell vermehrende Wühlmausfamilie, die ganz leicht zur Plage wird und dabei auch noch sehr viel Schäden an Pflanzen hinterlässt, wollte ich nicht, aber ein Maulwurf der unter Naturschutz steht und gegen den man nur schwer was unternehmen kann, ließ mich auch nicht gerade jubeln.

Erste Maßnahme, um den Maulwurf zu vertreiben

Da man einen Maulwurf weder töten noch fangen darf (ja, ich weiß inzwischen, dass es für das Fangen eine Ausnahme gibt, aber damals wusste ich das noch nicht), war ich fest entschlossen ihn aus unserem Garten zu vertreiben.

In jeder Nacht schmiss er neue Erdhaufen auf und nach nur drei Nächten glich unser Rasen eher einem umgepflügten Acker. Meine erste Maßnahme bestand also darin die Erdhaufen zu planieren. Ich hatte gelesen, dass dies dem Maulwurf „den Spaß nehmen würde“ und er dann irgendwann weiterziehen würde.

Okay, ihr vermutet schon richtig, dies wäre nicht Teil 1 meiner Artikelserie, wenn das funktioniert hätte. Trotzdem bin ich überzeugt, dass es in Kombination mit weiteren Maßnahmen wichtig war, die Erdhaufen immer gleich wieder dem Erdboden gleich zu machen und sie schön platt zu planieren.

Wie es mit meinem Maulwurf weiterging und welche Maßnahme schlussendlich zum Erfolg geführt haben, lest ihr in Teil 2 meiner Mission Maulwurf erfolgreich vertreiben.

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Julia Lock

Das Gesicht hinter „nager-hilfe.de“ Hi, ich bin Julia und Autorin der Seite nager-hilfe.de. Ich wohne inmitten einer Großstadt und habe ein kleines Grundstück mit Garten. Ich habe selbst die leidliche Erfahrung gemacht, wenn der Garten plötzlich über Nacht von Erdhaufen überseht ist und auf den ersten Blick nichts zu helfen scheint. Ich dachte damals, es müsste sich zwingend um einen Maulwurf handeln und bis dato noch nie von Wühlmäusen gehört. Auf den ersten Blick und ohne Kenntnisse, ist es schwer bei den Erdhaufen zu unterscheiden, ob es sich um Wühlmäuse oder einen Maulwurf handelt. Ich konnte also einiges an Erfahrung in den letzten Jahren gewinnen und möchte euch  hier all die Ergebnisse meiner Recherche und meine Erfahrung weitergeben.

1 Kommentar

Erfahrungsbericht: Maulwurf mit Maulwurf-Raus vertreiben · 4. Juni 2020 um 23:32

[…] Maulwurf vertreiben – Teil 1 […]

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